Artkis

Klimaschädliches Gas

6. März 2010

Aus dem Meeresboden im Nordpolarmeer strömt einer Studie zufolge weitaus mehr klimaschädliches Methangas, als bislang angenommen. Das Methangas am Meeresboden könne “dramatische Auswirkungen auf den Klimawandel haben”, heißt es in der Studie der University of Alaska in Fairbanks. Das arktische Meerwasser in Bodennähe enthalte acht Mal mehr Methangasteilchen als normales Meerwasser. Die durch den gefrorenen Meeresboden freigesetzten Mengen an Methangas seien so groß, dass sie die Erderwärmung deutlich beschleunigen könnten, sagen die Wissenschaftler.

Das Methan stammt aus dem Permafrostboden, der nicht nur die arktische Tundra, sondern auch den Meeresgrund unter der Ostsibirischen See bedeckt, erklären die Forscher. Nach der letzten Eiszeit wurde diese Region durch steigende Meeresspiegel zusehends von Wasser bedeckt, welches deutlich wärmer ist als die arktische Luft. Dadurch erwärmte sich die Oberfläche des Permafrosts um etwa 12 bis 15 Grad, was zur vermehrten Lösung des Methans führt.
(Quelle: Augsburger Allgemeine und zeit online)

Jubiläum: Zehnte Ausgabe von PolarNEWS

16. Februar 2010

Etwas verspätet – aber von Herzen – gratuliert das “Pole-Seite-Team” (Susanne / Frank) Rosamaria und Heiner Kubny zur zehnten Ausgabe der PolarNEWS (Oktober 2009).

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Nicht nur Frank ist ein begeisterter Leser der PolarNEWS.
(Foto: Frank Blache)

Längst ist die Zeitschrift über polare Regionen auch über die Grenzen der Schweiz hinaus bekannt und beliebt. In jeder Ausgabe erfährt man die aktuellsten Neuigkeiten aus der Polarforschung, kann man über faszinierende Fotos staunen, spannende Reportagen/ Reiseberichte lesen und erhält Anregungen/Angebote über Reisen in die Polargebiete. Zu den Reiseausschreibungen sagt Heiner Kubny: “Hier geht es primär darum, die Leidenschaft für die Region zu wecken. Unser wahrer Lohn ist, wenn die Teilnehmer nach ihrer Rückkehr zu Hause sagen, dass die Reise sensationell war.”

Die Eheleute Kubny wissen wovon sie sprechen, allein in der Antarktis waren sie in den letzten zehn Jahren schon über 20 Mal! Und inzwischen haben Rosamaria und Heiner auch die Arktis für sich entdeckt. Daher verwundert es auch nicht, dass das Ehepaar nicht nur in der Schweiz als Polarexperten bekannt ist.

PolarNEWS hat eine Auflage von 50.000 Exemplaren. Auf die Frage, wer die Leser sind, antwortet Rosamaria: “Lange waren wir im Ungewissen, wer uns liest. Dank dem Rücklauf eingehefteter Karten wissen wir heute, dass wir eine sehr breite Leserschaft vom Arzt bis zu Kindern haben. Uns erreichen aber auch handgeschriebene, dreiseitige Briefe aus Altersheimen.”

PolarNEWS ist in der Schweiz gratis erhältlich – für die Versendung in das benachbarte Ausland wird lediglich ein geringer Portoanteil (5,00 Euro) erhoben. Dazu meint Heiner: “… wir wollten nicht jugendliche Leser verlieren, die sind uns besonders wichtig. So kam die Idee auf mit der Antwortkarte und dem Aufruf zu einer Spende. Das funktioniert gut. Mit PolarNEWS wollen wir nicht Gewinn schreiben, sondern den Menschen die polaren Regionen näher bringen.”

Das für eine so professionelle Zeitschrift auch eine Menge Aufwand notwendig ist, steht da außer Frage. Heiner Kubny arbeitet inzwischen fast ausschließlich für das Magazin und auch seine Frau Rosamaria ist seit Januar 2010 nur noch für die PolarNEWS im Einsatz.

Da bleibt uns nur noch zu sagen: Herzlichen Glückwunsch und weiter so!

Mehr unter: www.polar-news.com
(Die Zitate von Rosamaria und Heiner Kubny stammen aus der PolarNEWS-Jubiläumsausgabe/Oktober 2009.)

Weltrekorde im Tierreich

12. Februar 2010

Pressemitteilung des WWF:
Wenn heute die Olympischen Winterspiele in Vancouver beginnen, blickt die Welt gebannt nach Kanada und fiebert sportlichen Sensationen entgegen. Doch bei aller Bewunderung für die menschlichen Athleten, im Vergleich zu den Höchstleistungen im Tierreich verblasst der Glanz manch einer Goldmedaille: Pottwale tauchen bis zu 2.500 Meter tief, Gletscherflöhe produzieren ihr eigenes Frostschutzmittel, der Amur-Tiger trotzt Temperaturen von bis zu 45 Grad unter Null und ein Schneeleopard kann 16 Meter weit springen.

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Abtauchender Pottwal (Foto: Doris Thomas)

“All diese rekordverdächtigen Leistungen und Fähigkeiten sind evolutionär als Folge der Anpassung an einen bestimmten Lebensraum entstanden”, sagt Volker Homes, Leiter Artenschutz beim WWF Deutschland. “Extreme Lebensräume, wie etwa Arktis und Antarktis, die Tiefsee oder das Hochgebirge, erfordern extreme Fähigkeiten.” Diese Vielfalt gälte es, so der WWF, zu bewahren. Denn Klimawandel, Lebensraumzerstörung und Wilderei machten auch vor den extremsten Ökosystemen des Planeten nicht halt.

Schneeleopard (Panthera uncia) – Das Dach der Welt ist sein Revier:
Der Schneeleopard streift durch die Hochgebirge Zentralasiens vom
Himalaya bis zum Altai. Vor Gletscherspalten und Steilhängen muss
er sich nicht fürchten: Der Schneeleopard ist unter den Säugern
der Weltmeister des Weitsprungs und kann mit einem Satz bis zu 16 Meter Distanz überwinden. Gefährlich wird den Großkatzen vor allem der Mensch. Die illegale Jagd hat die Bestände erheblich dezimiert.

Polarfuchs (Alopex lagopus):
Funktionswäsche, lange Unterhosen oder dicke Ski-Jacken – das alles hat der Polarfuchs nicht nötig. Unter den Landsäugern hat er nämlich das am besten isolierende Fell. Kein Wunder, denn er ist in der Tundra und dem Packeis des Arktischen Ozeans zu Hause. Auch modisch ist er stets “en vogue”: Der Polarfuchs ist der einzige unter den weltweit 23 Fuchsarten, der die Fellfarbe mit den Jahreszeiten wechselt.

Kaiserpinguin (Aptenodytes forsteri):
Die größte Art aus der Familie der Pinguine kann eine Höhe von bis zu 1,30 Metern erreichen und bringt schon mal 50 Kilogramm auf die Waage. Der Kaiserpinguin ist das einzige Wirbeltier, das im antarktischen Inlandeis über Monate hinweg verweilen kann. Die extremen Wetterbedingungen dort erfordern selbstredend extreme Anpassungsfähigkeiten. Die Tiere trotzen nicht nur eisigen Winden, sie können auch drei Monate ohne Nahrung auskommen. Um an ihre Brutplätze zu gelangen watscheln sie mitunter 200 Kilometer über das Eis.

Pottwal (Physeter catodon):
Kein Säugetier taucht tiefer als der riesige Pottwal, der in allen Ozeanen der Erde zu Hause ist und sich – vornehmlich im Sommer – auch gerne im Südpolarmeer aufhält. Er kann bis zu 2.500 Meter tief tauchen (Anmerkung MA: In der Fachliteratur ist sogar von 3.000 Metern die Rede) und dabei die Luft über eine Stunde anhalten.

Amur-Tiger (Panthera tigris altaica):
Der Amurtiger ist auch unter dem Namen “Sibirischer Tiger” bekannt, obwohl er niemals in Sibirien vorkam. Seine Heimat ist stattdessen der Russische Ferne Osten und Nordchina. Er ist die größte lebende Katzenart auf der Erde und an die extremen Umweltbedingungen in seinem Lebensraum bestens angepasst. So kann er, durch das dichte Haarkleid seines Winterfells geschützt, Temperaturen von bis zu minus 45 °C trotzen.

Rentiere (Rangifer tarandus):
Bei den olympischen Winterspielen in Vancouver werden 5.000 Athleten und Offizielle sowie noch einmal rund 10.000 Medienvertreter erwartet. In solch lächerlichen Dimensionen lassen sich Rentiere gar nicht erfassen. Zwischen 50.000 und 500.000 Individuen kann eine regionale Herde umfassen. Auf ihren Wanderungen durch die Taigawälder und Tundren legen die Tiere rund 5.000 Kilometer im Jahr zurück. Unter Druck kann die Hirschart sogar bis zu 10 km/h schnell schwimmen.

Gletscherfloh (Desoria saltans):
Sein eigenes Frostschutzmittel produziert der Gletscherfloh mit Hilfe unterschiedlicher Zuckerarten. Das ermöglicht ihm ein Überleben bei Temperatur, die uns Menschen selbst mit Glühwein und Sitzheizung zu schaffen machen: 15 bis 20 Grad Celsius unter Null sind kein Problem für den Winzling. Dafür können Temperaturen von über 12 Grad Celsius für Gletscherflöhe bereits tödlich sein.

Eisbär (Ursus maritimus):
Der größte je gemessene Bär war ein Eisbär: 1.002 Kilogramm brachte er auf die Waage. Bei einer Länge von 3,65 Meter. Damit hält er den Rekord als das größte, lebende Landraubtier auf der Erde. Die beeindruckenden Maße machen den weißen Riesen zum unangefochtenen König der Arktis. Doch in Zeiten des Klimawandels, wenn das Meereis zurückgeht, fehlt ihm die Nahrung, die er zum Überleben braucht. Das sind die Robben in der Arktis.
(Quelle: WWF)

Grönlands Gletscher schmelzen

10. Februar 2010

Das Land der Inuit, das Land des ewigen Eises, verändert sich. Wissenschaftler haben herausgefunden: Die Gletscher schmelzen und rutschen immer schneller ins Meer. Wird Grönland bald eisfrei sein?

Die großen Gletscher halten das Inlandeis fest. Und wenn dieses Bollwerk stark schmilzt – dann ist der Weg frei: Das Inlandeis fließt ins Meer. “Der Meeresspiegel wird vermutlich stärker ansteigen als bisher prognostiziert”, schlussfolgert die deutsche Meeresbiologin Iris Menn von GREENPEACE. Denn die Aufnahmen von Zeitraffer-Kameras zeigen: Grönlands Gletscher verlieren ständig riesige Mengen ihres Eises ans arktische Meer.

Jeder Gletscherabbruch hat direkten Einfluss auf den Meeresspiegel. Iris Menn vergleicht die Folgen dieser Ereignisse mit der Wirkung von Eiswürfeln, die in ein Wasserglas plumpsen. Es wird sofort deutlich voller im Glas. Dieser Prozess, sagt sie, könne sich auch auf die Ozeane übertragen.

Mehr zum Thema unter “Deutsche Welle”.

Antartkis

Pinguine dienten früher als Brennstoff

6. März 2010

Aufzeichnungen aus dem 19. Jahrhundert berichten über einen grausamen Umgang mit Pinguinen auf den Falklands/Antarktis: Von dem massenhaften Einkochen vierschiedener Pinguinarten wird berichtet,

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Königspinguine in Süd-Georgien (Foto: Frank Blache)

Die wenig tierfreundliche Art der Lampenöl-Produktion begann Mitte des 19. Jahrhunderts, als der florierenden Tranindustrie dafür die Wale, Robben und Seeelefanten ausgingen. Doch schon zuvor verfeuerte man Millionen Vögel: Sie dienten als Brennstoff für die großen Öfen, in denen man Walspeck zu Tran verkochte. “Sie brannten ziemlich schlecht, aber es gab sie in Mengen. Wir fingen die Tiere direkt vor der Baracke und warfen sie gleich lebend in den Ofen. Das Geschrei der Tiere war unerträglich. An diesem Tag verfeuerten wir sicherlich 700 von ihnen”, beschreibt ein Walfänger 1843 die bestialische Praxis auf Südgeorgien.

Einem Pinguin auch nur eine Feder zu krümmen, das würde heute niemand mehr billigen. Und zumindest für den Königspinguin scheinen die schlechten Zeiten vorbei zu sein. Die Bestände wachsen seit Jahrzehnten und werden auf etwa 2,5 Millionen Brutpaare geschätzt. Womöglich profitieren die Vögel sogar vom menschlichen Raubbau am Meer. Weniger Wale fressen weniger Krill, und von diesen Kleinkrebsen ernähren sich auch die in tieferen Wasserschichten lebenden Laternenfische und Kopffüßer, auf deren Fang sich wiederum die Königspinguine spezialisiert haben. Eine plausible, aufgrund fehlender Daten zu historischen Krilldichten aber kaum zu beweisende Theorie.
(Quelle: Frankfurter Allgemeine)

Jahrhundertereignis: Neuer Eisberg entstanden

27. Februar 2010

Ein riesiger Eisberg ist in der Antarktis von einem Gletscher gebrochen und treibt im Meer. Ob der 2.500 Quadratkilometer große Block nach Norden driftet oder schmilzt, sei noch unklar. Das berichteten Gletscherexperten im australischen Rundfunk. Ebenso sei bislang nicht festzustellen, ob der Abbruch mit dem Klimawandel zu tun habe. Der Eisberg ist wohl so groß wie Luxemburg und vor etwa zwei Wochen vom Mertz-Tongue-Gletscher abgebrochen. Der Abbruch passierte, als ein anderer treibender Eisberg in den Gletscher krachte.
(Quelle: zeit.de)

Jubiläum: Zehnte Ausgabe von PolarNEWS

16. Februar 2010

Etwas verspätet – aber von Herzen – gratuliert das “Pole-Seite-Team” (Susanne / Frank) Rosamaria und Heiner Kubny zur zehnten Ausgabe der PolarNEWS (Oktober 2009).

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Nicht nur Frank ist ein begeisterter Leser der PolarNEWS.
(Foto: Frank Blache)

Längst ist die Zeitschrift über polare Regionen auch über die Grenzen der Schweiz hinaus bekannt und beliebt. In jeder Ausgabe erfährt man die aktuellsten Neuigkeiten aus der Polarforschung, kann man über faszinierende Fotos staunen, spannende Reportagen/ Reiseberichte lesen und erhält Anregungen/Angebote über Reisen in die Polargebiete. Zu den Reiseausschreibungen sagt Heiner Kubny: “Hier geht es primär darum, die Leidenschaft für die Region zu wecken. Unser wahrer Lohn ist, wenn die Teilnehmer nach ihrer Rückkehr zu Hause sagen, dass die Reise sensationell war.”

Die Eheleute Kubny wissen wovon sie sprechen, allein in der Antarktis waren sie in den letzten zehn Jahren schon über 20 Mal! Und inzwischen haben Rosamaria und Heiner auch die Arktis für sich entdeckt. Daher verwundert es auch nicht, dass das Ehepaar nicht nur in der Schweiz als Polarexperten bekannt ist.

PolarNEWS hat eine Auflage von 50.000 Exemplaren. Auf die Frage, wer die Leser sind, antwortet Rosamaria: “Lange waren wir im Ungewissen, wer uns liest. Dank dem Rücklauf eingehefteter Karten wissen wir heute, dass wir eine sehr breite Leserschaft vom Arzt bis zu Kindern haben. Uns erreichen aber auch handgeschriebene, dreiseitige Briefe aus Altersheimen.”

PolarNEWS ist in der Schweiz gratis erhältlich – für die Versendung in das benachbarte Ausland wird lediglich ein geringer Portoanteil (5,00 Euro) erhoben. Dazu meint Heiner: “… wir wollten nicht jugendliche Leser verlieren, die sind uns besonders wichtig. So kam die Idee auf mit der Antwortkarte und dem Aufruf zu einer Spende. Das funktioniert gut. Mit PolarNEWS wollen wir nicht Gewinn schreiben, sondern den Menschen die polaren Regionen näher bringen.”

Das für eine so professionelle Zeitschrift auch eine Menge Aufwand notwendig ist, steht da außer Frage. Heiner Kubny arbeitet inzwischen fast ausschließlich für das Magazin und auch seine Frau Rosamaria ist seit Januar 2010 nur noch für die PolarNEWS im Einsatz.

Da bleibt uns nur noch zu sagen: Herzlichen Glückwunsch und weiter so!

Mehr unter: www.polar-news.com
(Die Zitate von Rosamaria und Heiner Kubny stammen aus der PolarNEWS-Jubiläumsausgabe/Oktober 2009.)

Weltrekorde im Tierreich

12. Februar 2010

Pressemitteilung des WWF:
Wenn heute die Olympischen Winterspiele in Vancouver beginnen, blickt die Welt gebannt nach Kanada und fiebert sportlichen Sensationen entgegen. Doch bei aller Bewunderung für die menschlichen Athleten, im Vergleich zu den Höchstleistungen im Tierreich verblasst der Glanz manch einer Goldmedaille: Pottwale tauchen bis zu 2.500 Meter tief, Gletscherflöhe produzieren ihr eigenes Frostschutzmittel, der Amur-Tiger trotzt Temperaturen von bis zu 45 Grad unter Null und ein Schneeleopard kann 16 Meter weit springen.

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Abtauchender Pottwal (Foto: Doris Thomas)

“All diese rekordverdächtigen Leistungen und Fähigkeiten sind evolutionär als Folge der Anpassung an einen bestimmten Lebensraum entstanden”, sagt Volker Homes, Leiter Artenschutz beim WWF Deutschland. “Extreme Lebensräume, wie etwa Arktis und Antarktis, die Tiefsee oder das Hochgebirge, erfordern extreme Fähigkeiten.” Diese Vielfalt gälte es, so der WWF, zu bewahren. Denn Klimawandel, Lebensraumzerstörung und Wilderei machten auch vor den extremsten Ökosystemen des Planeten nicht halt.

Schneeleopard (Panthera uncia) – Das Dach der Welt ist sein Revier:
Der Schneeleopard streift durch die Hochgebirge Zentralasiens vom
Himalaya bis zum Altai. Vor Gletscherspalten und Steilhängen muss
er sich nicht fürchten: Der Schneeleopard ist unter den Säugern
der Weltmeister des Weitsprungs und kann mit einem Satz bis zu 16 Meter Distanz überwinden. Gefährlich wird den Großkatzen vor allem der Mensch. Die illegale Jagd hat die Bestände erheblich dezimiert.

Polarfuchs (Alopex lagopus):
Funktionswäsche, lange Unterhosen oder dicke Ski-Jacken – das alles hat der Polarfuchs nicht nötig. Unter den Landsäugern hat er nämlich das am besten isolierende Fell. Kein Wunder, denn er ist in der Tundra und dem Packeis des Arktischen Ozeans zu Hause. Auch modisch ist er stets “en vogue”: Der Polarfuchs ist der einzige unter den weltweit 23 Fuchsarten, der die Fellfarbe mit den Jahreszeiten wechselt.

Kaiserpinguin (Aptenodytes forsteri):
Die größte Art aus der Familie der Pinguine kann eine Höhe von bis zu 1,30 Metern erreichen und bringt schon mal 50 Kilogramm auf die Waage. Der Kaiserpinguin ist das einzige Wirbeltier, das im antarktischen Inlandeis über Monate hinweg verweilen kann. Die extremen Wetterbedingungen dort erfordern selbstredend extreme Anpassungsfähigkeiten. Die Tiere trotzen nicht nur eisigen Winden, sie können auch drei Monate ohne Nahrung auskommen. Um an ihre Brutplätze zu gelangen watscheln sie mitunter 200 Kilometer über das Eis.

Pottwal (Physeter catodon):
Kein Säugetier taucht tiefer als der riesige Pottwal, der in allen Ozeanen der Erde zu Hause ist und sich – vornehmlich im Sommer – auch gerne im Südpolarmeer aufhält. Er kann bis zu 2.500 Meter tief tauchen (Anmerkung MA: In der Fachliteratur ist sogar von 3.000 Metern die Rede) und dabei die Luft über eine Stunde anhalten.

Amur-Tiger (Panthera tigris altaica):
Der Amurtiger ist auch unter dem Namen “Sibirischer Tiger” bekannt, obwohl er niemals in Sibirien vorkam. Seine Heimat ist stattdessen der Russische Ferne Osten und Nordchina. Er ist die größte lebende Katzenart auf der Erde und an die extremen Umweltbedingungen in seinem Lebensraum bestens angepasst. So kann er, durch das dichte Haarkleid seines Winterfells geschützt, Temperaturen von bis zu minus 45 °C trotzen.

Rentiere (Rangifer tarandus):
Bei den olympischen Winterspielen in Vancouver werden 5.000 Athleten und Offizielle sowie noch einmal rund 10.000 Medienvertreter erwartet. In solch lächerlichen Dimensionen lassen sich Rentiere gar nicht erfassen. Zwischen 50.000 und 500.000 Individuen kann eine regionale Herde umfassen. Auf ihren Wanderungen durch die Taigawälder und Tundren legen die Tiere rund 5.000 Kilometer im Jahr zurück. Unter Druck kann die Hirschart sogar bis zu 10 km/h schnell schwimmen.

Gletscherfloh (Desoria saltans):
Sein eigenes Frostschutzmittel produziert der Gletscherfloh mit Hilfe unterschiedlicher Zuckerarten. Das ermöglicht ihm ein Überleben bei Temperatur, die uns Menschen selbst mit Glühwein und Sitzheizung zu schaffen machen: 15 bis 20 Grad Celsius unter Null sind kein Problem für den Winzling. Dafür können Temperaturen von über 12 Grad Celsius für Gletscherflöhe bereits tödlich sein.

Eisbär (Ursus maritimus):
Der größte je gemessene Bär war ein Eisbär: 1.002 Kilogramm brachte er auf die Waage. Bei einer Länge von 3,65 Meter. Damit hält er den Rekord als das größte, lebende Landraubtier auf der Erde. Die beeindruckenden Maße machen den weißen Riesen zum unangefochtenen König der Arktis. Doch in Zeiten des Klimawandels, wenn das Meereis zurückgeht, fehlt ihm die Nahrung, die er zum Überleben braucht. Das sind die Robben in der Arktis.
(Quelle: WWF)

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