Pinguine dienten früher als Brennstoff

Aufzeichnungen aus dem 19. Jahrhundert berichten über einen grausamen Umgang mit Pinguinen auf den Falklands/Antarktis: Von dem massenhaften Einkochen vierschiedener Pinguinarten wird berichtet,

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Königspinguine in Süd-Georgien (Foto: Frank Blache)

Die wenig tierfreundliche Art der Lampenöl-Produktion begann Mitte des 19. Jahrhunderts, als der florierenden Tranindustrie dafür die Wale, Robben und Seeelefanten ausgingen. Doch schon zuvor verfeuerte man Millionen Vögel: Sie dienten als Brennstoff für die großen Öfen, in denen man Walspeck zu Tran verkochte. “Sie brannten ziemlich schlecht, aber es gab sie in Mengen. Wir fingen die Tiere direkt vor der Baracke und warfen sie gleich lebend in den Ofen. Das Geschrei der Tiere war unerträglich. An diesem Tag verfeuerten wir sicherlich 700 von ihnen”, beschreibt ein Walfänger 1843 die bestialische Praxis auf Südgeorgien.

Einem Pinguin auch nur eine Feder zu krümmen, das würde heute niemand mehr billigen. Und zumindest für den Königspinguin scheinen die schlechten Zeiten vorbei zu sein. Die Bestände wachsen seit Jahrzehnten und werden auf etwa 2,5 Millionen Brutpaare geschätzt. Womöglich profitieren die Vögel sogar vom menschlichen Raubbau am Meer. Weniger Wale fressen weniger Krill, und von diesen Kleinkrebsen ernähren sich auch die in tieferen Wasserschichten lebenden Laternenfische und Kopffüßer, auf deren Fang sich wiederum die Königspinguine spezialisiert haben. Eine plausible, aufgrund fehlender Daten zu historischen Krilldichten aber kaum zu beweisende Theorie.
(Quelle: Frankfurter Allgemeine)

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