Vogelgrippe bei Eisbären nachgewiesen

Eine neue amerikanische Studie zeigt, dass Eisbären in Alaska ebenfalls mit hochpathogenen Vogelgrippeviren in Kontakt kommen und sich infizieren können.

Einzelner Eisbär
(Foto: Frank Blache)

Die Ergebnisse machen deutlich, dass die Vogelgrippe nicht mehr auf Vögel beschränkt ist, sondern auch große arktische Raubtiere betrifft.

Vogelgrippe auch bei anderen Säugetieren nachgewiesen

Am 5. Oktober 2026 berichtete der U.S. Geological Survey (USGS) über Hinweise auf eine Infektion mit dem H5-Virus bei Eisbären in Alaska. Die Studie analysierte zudem Antikörper, die auf einen früheren Kontakt mit dem Erreger hindeuten könnten.

Bei Meeressäugetieren sowie bei Füchsen, Nerzen, Waschbären, Bären und Ottern wurde das Virus bereits nachgewiesen. Siehe dazu Vogelgrippe auch bei Meeressäugern und Vogelgrippe auch bei Kleinwalen.

Schwere Enzephalitis

Bereits 2023 wurde in der Nähe von Utqiaġvik an der Beaufortsee ein toter Eisbär gefunden, bei dem das hochpathogene H5N1-Virus bestätigt wurde. Untersuchungen ergaben eine schwere Enzephalitis.

Seitdem wurden in Alaska zwei weitere Fälle von Vogelgrippe bei Eisbären dokumentiert.

Infizierte Vögel als Infektionsquelle

Eisbären ernähren sich vor allem von Robben. Sie fressen gelegentlich aber auch Seevögel und Aas. Forscher vermuten daher, dass infizierte Vögel eine mögliche Infektionsquelle darstellen könnten. Wie die Vogelgrippe genau übertragen wird, ist noch unklar.
(Quellen: Polar Journal und Meeresakrobaten-Beiträge)

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