Sowohl der Bestand an Kaiserpinguinen als auch an Seebären schrumpft in der Antarktis.

Kaiserpinguine in der Antarktis (Foto: Frank Blache)
Infolge des Klimawandels geht es beiden Tierarten immer schlechter. Die Weltnaturschutzunion (IUCN) stuft den Kaiserpinguin inzwischen als stark gefährdet ein.
Bis 2080 wir sich Bestand halbiert haben
Von 2009 bis 2018 ist der Bestand der Vögel um zehn Prozent zurückgegangen. Man geht derzeit von 180.000 Pinguinen aus. Laut Einschätzung der IUCN wird es bis zum Jahr 2080 nur noch halb so viele Kaiserpinguine geben wie heute.
„Der Hauptgrund dafür ist das frühe Aufbrechen und der Verlust des Meereises, das seit 2016 Rekordtiefstände erreicht hat“, erklärt die IUCN.
In der Mauserzeit nicht schwimmfähig
Das Meereis ist der Lebensraum der Pinguin-Küken. Erwachsene Tiere halten sich während der Mauserzeit auf dem Eis auf, wenn sich das neue Gefieder bildet. In dieser Zeit können die Tiere ein bis zwei Wochen nicht schwimmen.
Wenn das Eis zu früh bricht, stürzen die Küken ins Meer und ertrinken.
Antarktische Seebär
Auch der Antarktische Seebär ist stark gefährdet. Seine Population hat sich zwischen 1999 und 2025 mehr als halbiert. Es leben schätzungsweise noch 944.000 Tiere in der Antarktis.
Die Schrumpfung des Bestands wird unter anderem darauf zurückgeführt, dass der Krill (die Hauptnahrung der jungen Seebären) bei den immer weiter steigenden Meerestemperaturen auf der Suche nach Nahrung immer tiefer tauchen und damit nur schwierig für die Jungtiere erreichbar sind.
(Quelle: Augsburger Allgemeine vom 10. April 2026)
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