Polartiere durch Quecksilber gefährdet

Mehrere Arktisforscher haben herausgefunden, dass die Meeressäuger und Eisbären im Nordpolarmeer immer stärker mit dem giftigen Schwermetall Quecksilber belastet sind. Die Wissenschaftler machen den Klimawandel für diesen Anstieg verantwortlich.

Seit der Industrialisierung wurde Quecksilber in Europa, Kanada und Russland über die Kohlekraftwerke in die Atmosphäre abgegeben. Über Niederschläge kamen die Emissionen bis in die Polarregion, wo sie bis vor wenigen Jahren im Eis konserviert waren. Durch das schnell voranschreitende Schmelzen des Eises, das durch die immer weiter ansteigenden Temperaturen verursacht wird, gelangt das Gift nun in den Körper der Polartiere.

Vor allem die hochgiftige Verbindung Methylquecksilber kann über den Nahrungskreislauf auch in die Menschen gelangen. Betroffen davon sind vor allem die Inuit-Stämme in Kanada und Grönland, bei denen Robben, Wale und Fische auf dem Speisezettel stehen. Besonders gefährdet sind Kleinkinder und Schwangere. „Denn Quecksilber beeinflusst die Embryonalentwicklung und schädigt Nerven- und Kreislaufsysteme“, berichten die Forscher des „Arctic Monitoring and Assessment Programme“, kurz AMAP.
(Quelle: krone.at)

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