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Überwachung von Walen in Grönland

05.11.2026 (Artkis)

Forschende planen, bereits auf dem Meeresboden verlegte Glasfaserkabel zu nutzen, um Walgesänge aufzuzeichnen und die Bewegungen der Tiere nachzuverfolgen.


Finnwal in Grönland
(Foto: Frank Blache)

Künftig könnte diese Technologie dazu dienen, große Meeresgebiete zu überwachen, ohne dass zusätzliche Messgeräte auf dem Meeresboden installiert werden müssen.

Unterwassersensoren

Bereits vorhandene Telekommunikationskabel könnten künftig als kilometerlange Unterwassersensoren dienen und wertvolle Informationen aus schwer zugänglichen Meeresgebieten liefern.

Aber nicht nur die Rufe der Wale können auf diese Weise registriert werden, sondern auch Schiffsgeräusche und seismische Ereignisse.

Wale können mit dieser Technologie besser geschützt und Veränderungen in den arktischen Meeren frühzeitig erkannt werden.
(Quelle und weitere Informationen: Polar Journal)

Vogelgrippe bei Eisbären nachgewiesen

21.10.2026 (Artkis)

Eine neue amerikanische Studie zeigt, dass Eisbären in Alaska ebenfalls mit hochpathogenen Vogelgrippeviren in Kontakt kommen und sich infizieren können.

Einzelner Eisbär
(Foto: Frank Blache)

Die Ergebnisse machen deutlich, dass die Vogelgrippe nicht mehr auf Vögel beschränkt ist, sondern auch große arktische Raubtiere betrifft.

Vogelgrippe auch bei anderen Säugetieren nachgewiesen

Am 5. Oktober 2026 berichtete der U.S. Geological Survey (USGS) über Hinweise auf eine Infektion mit dem H5-Virus bei Eisbären in Alaska. Die Studie analysierte zudem Antikörper, die auf einen früheren Kontakt mit dem Erreger hindeuten könnten.

Bei Meeressäugetieren sowie bei Füchsen, Nerzen, Waschbären, Bären und Ottern wurde das Virus bereits nachgewiesen. Siehe dazu Vogelgrippe auch bei Meeressäugern und Vogelgrippe auch bei Kleinwalen.

Schwere Enzephalitis

Bereits 2023 wurde in der Nähe von Utqiaġvik an der Beaufortsee ein toter Eisbär gefunden, bei dem das hochpathogene H5N1-Virus bestätigt wurde. Untersuchungen ergaben eine schwere Enzephalitis.

Seitdem wurden in Alaska zwei weitere Fälle von Vogelgrippe bei Eisbären dokumentiert.

Infizierte Vögel als Infektionsquelle

Eisbären ernähren sich vor allem von Robben. Sie fressen gelegentlich aber auch Seevögel und Aas. Forscher vermuten daher, dass infizierte Vögel eine mögliche Infektionsquelle darstellen könnten. Wie die Vogelgrippe genau übertragen wird, ist noch unklar.
(Quellen: Polar Journal und Meeresakrobaten-Beiträge)

Weniger Kaiserpinguine und Seebären

10.04.2026 (Antarktis)

Sowohl der Bestand an Kaiserpinguinen als auch an Seebären schrumpft in der Antarktis.

Kaiserpinguine

Kaiserpinguine in der Antarktis (Foto: Frank Blache)

Infolge des Klimawandels geht es beiden Tierarten immer schlechter. Die Weltnaturschutzunion (IUCN) stuft den Kaiserpinguin inzwischen als stark gefährdet ein.

Bis 2080 wir sich Bestand halbiert haben

Von 2009 bis 2018 ist der Bestand der Vögel um zehn Prozent zurückgegangen. Man geht derzeit von 180.000 Pinguinen aus. Laut Einschätzung der IUCN wird es bis zum Jahr 2080 nur noch halb so viele Kaiserpinguine geben wie heute.

„Der Hauptgrund dafür ist das frühe Aufbrechen und der Verlust des Meereises, das seit 2016 Rekordtiefstände erreicht hat“, erklärt die IUCN.

In der Mauserzeit nicht schwimmfähig

Das Meereis ist der Lebensraum der Pinguin-Küken. Erwachsene Tiere halten sich während der Mauserzeit auf dem Eis auf, wenn sich das neue Gefieder bildet. In dieser Zeit können die Tiere ein bis zwei Wochen nicht schwimmen.

Wenn das Eis zu früh bricht, stürzen die Küken ins Meer und ertrinken.

Antarktische Seebär

Auch der Antarktische Seebär ist stark gefährdet. Seine Population hat sich zwischen 1999 und 2025 mehr als halbiert. Es leben schätzungsweise noch 944.000 Tiere in der Antarktis.

Die Schrumpfung des Bestands wird unter anderem darauf zurückgeführt, dass der Krill (die Hauptnahrung der jungen Seebären) bei den immer weiter steigenden Meerestemperaturen auf der Suche nach Nahrung immer tiefer tauchen und damit nur schwierig für die Jungtiere erreichbar sind.
(Quelle: Augsburger Allgemeine vom 10. April 2026)

Weniger Giftstoffe in Grindwalen

08.02.2026 (Artkis)

Wie man unter anderem im Polar Journal erfahren kann, nimmt die Belastung der Ozeane mit sogenannten „Ewigkeitschemikalien“ offenbar ab.

Junger Grindwal
(Foto: Frank Blache)

Konzentration sank um 60 Prozent

Eine aktuelle Studie zeigt, dass die Konzentration der stabilen Fluor-Kohlenstoff-Bindungen (PFAS = per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen) im Körper von Pilotwalen (auch Grindwale genannt) im Nordatlantik seit ihrem Höchststand (2011) um rund 60 Prozent gesunken ist.

Alltags- und Industrieprodukte

Die extrem stabilen Fluor-Kohlenstoff-Bindungen kamen in den späten 1940er-Jahren als Alltags- und Industrieprodukte zum Einsatz, etwa in Kosmetika, beschichteten Kochutensilien, Textilien, Löschschäumen oder elektronischen Geräten. Die Schadstoffe wurden Anfang der 2000er-Jahre verboten.
(Quellen: Polar Journal und spektrum.de)