Aktuelles: Artkis

Eisbären – Behörden rufen den Notstand aus

11.02.2019 (Artkis)

Auf der russischen Insel Nowaja Semlja gibt es Eisbären-Alarm. Seit Dezember nähern sich immer wieder Eisbären menschlichen Siedlungen.

Einzelner Eisbär
(Foto: Frank Blache)

Auch Menschen wurden offenbar von den Bären angegriffen. Sie dringen außerdem in Häuser und Büros ein.

In der Nähe von Kindergärten wurden nun zusätzliche Zäune errichtet, um die Raubtiere abzuhalten. Weder Hunde noch Streifenwagen können die Eisbären vertreiben.

Grund für die Invasion ist Futtersuche. Die Behälter mit genießbarem Abfall haben es den Tieren angetan. Sie kommen bei der Plünderung zu Nahrung, ohne sich groß anstrengen zu müssen.
(Quelle: tagesschau.de)

Ein Jahr in der Arktis

12.01.2019 (Artkis)

Die „Polarstern“ ist seit 37 im Dienst. Das 120 Meter lange Forschungsschiff gehört dem Bundesforschungsministerium.

Im September geht der Eisbrecher auf ganz ungewöhnliche Tour. Ein Forscherteam wird sich zusammen mit der „Polarstern“ im Eis einfrieren lassen. Ein Jahr lang wird das Schiff dann mit dem Eis treiben. Es soll über die Polarkappe driften – wie seinerzeit das Segelschiff „Fram“ vor 125 Jahren. Fridtjof Nansen dient der Expedition als Vorbild.

Der Norweger hatte damals die Idee, sich auf seinem Schiff mit der Meeresströmung bis zum Nordpol treiben zu lassen. Monatelang dümpelte das von Eis eingeschlossene Schiff tatsächlich langsam gen Norden. Den Pol erreicht hatte Nansen auf diese Weise allerdings nie. Auch nicht, als er mit Skiern und Hundeschlitten seine ehrgeizige Expedition fortsetzte. Aber immerhin war er bis auf 480 Kilometer an sein Ziel gelangt. Er war also weiter nach Norden vorgedrungen als je ein anderer vor ihm.

Im Unterschied zur „Fram“ wird die „Polarstern“ nicht auf sich allein gestellt sein. Sie wird von anderen Eisbrechern versorgt.

Mehr zu diesem außergewöhnlichen Versuch unter Forschungsschiff friert in der Arktis ein.

Russische Eiskappe schmilzt

02.10.2018 (Artkis)

PolarNEWS schreibt auf der Website: „Nicht nur die grönländische Eiskappe, die zweitgrößte der Welt, schmilzt aufgrund des Klimawandels ab. Auch in der russischen Arktis, fast unentdeckt von der Weltöffentlichkeit, werden die gewaltigen Eisdome auf den verschiedenen Inseln entlang der Küste immer kleiner.

Eisformation
(Foto: Frank Blache)

Eine Forschungsgruppe des CIRES (Cooperative Institute für Research in Environmental Sciences) der Colorado Universität entdeckte aufgrund von Satellitenaufnahmen, dass die Vavilov-Eiskappe auf Sewernaja Semlja innerhalb eines Jahre um 25 Meter pro Tag vorgestoßen ist und dabei mehr als vier Gigatonnen Eis verloren hat. Ein solches Tempo wurde bisher noch nirgends sonst gemessen.“

Mehr dazu bei PolarNEWS.

Gibt es in 15 Jahren noch Eis in der Arktis?

16.09.2018 (Artkis)

Laut eines Artikels in der Augsburger Allgemeinen ist die Eisfläche in diesem Sommer stark geschrumpft.

Meereis
(Foto: Frank Blache)

Sie beträgt 4,4 Millionen Quadratkilometer. Wissenschaftler aus Bremen und Bremerhaven haben berechnet, dass dies 300.000 Quadratkilometer weniger sind als vor einem Jahr. Etwa so groß ist Italien.

Extreme Abnahmen sind selten

Würde die Eisfläche in jedem Sommer um so viele Quadratkilometer schmelzen, gäbe es in 15 Jahren gar kein Meereis mehr in der Arktis.

Doch so eine extreme Abnahme wie in diesem Jahr ist nicht üblich. In manchen Jahren beträgt sie nur 100 Quadratkilometer. Es gibt sogar Jahre, da wächst die Schicht wieder.

Diese Informationen stammen von Professor Christian Haas vom Alfred-Wegener-Institut in Bremerhaven.

Langzeittrend

Doch der Langzeittrend besagt, dass die Eisfläche auf dem arktischen Meer um 13,1 Prozent pro Jahrzehnt abnimmt. Der Abwärtstrend lässt sich also nicht leugnen.

Im Sommer gibt es am wenigsten Eis in der Arktis. Im Februar und März dagegen ist die Eisfläche etwa zehn Millionen Quadratkilometer größer als im September. „Im Winter wird es auch in Hunderten Jahren noch sehr viel Eis in der Arktis geben“, ist sich Haas sicher.
(Quelle: Augsburger Allgemeine)