Aktuelles: Artkis

Vogelgrippe bei Eisbären nachgewiesen

21.10.2026 (Artkis)

Eine neue amerikanische Studie zeigt, dass Eisbären in Alaska ebenfalls mit hochpathogenen Vogelgrippeviren in Kontakt kommen und sich infizieren können.

Einzelner Eisbär
(Foto: Frank Blache)

Die Ergebnisse machen deutlich, dass die Vogelgrippe nicht mehr auf Vögel beschränkt ist, sondern auch große arktische Raubtiere betrifft.

Vogelgrippe auch bei anderen Säugetieren nachgewiesen

Am 5. Oktober 2026 berichtete der U.S. Geological Survey (USGS) über Hinweise auf eine Infektion mit dem H5-Virus bei Eisbären in Alaska. Die Studie analysierte zudem Antikörper, die auf einen früheren Kontakt mit dem Erreger hindeuten könnten.

Bei Meeressäugetieren sowie bei Füchsen, Nerzen, Waschbären, Bären und Ottern wurde das Virus bereits nachgewiesen. Siehe dazu Vogelgrippe auch bei Meeressäugern und Vogelgrippe auch bei Kleinwalen.

Schwere Enzephalitis

Bereits 2023 wurde in der Nähe von Utqiaġvik an der Beaufortsee ein toter Eisbär gefunden, bei dem das hochpathogene H5N1-Virus bestätigt wurde. Untersuchungen ergaben eine schwere Enzephalitis.

Seitdem wurden in Alaska zwei weitere Fälle von Vogelgrippe bei Eisbären dokumentiert.

Infizierte Vögel als Infektionsquelle

Eisbären ernähren sich vor allem von Robben. Sie fressen gelegentlich aber auch Seevögel und Aas. Forscher vermuten daher, dass infizierte Vögel eine mögliche Infektionsquelle darstellen könnten. Wie die Vogelgrippe genau übertragen wird, ist noch unklar.
(Quellen: Polar Journal und Meeresakrobaten-Beiträge)

Weniger Giftstoffe in Grindwalen

08.02.2026 (Artkis)

Wie man unter anderem im Polar Journal erfahren kann, nimmt die Belastung der Ozeane mit sogenannten „Ewigkeitschemikalien“ offenbar ab.

Junger Grindwal
(Foto: Frank Blache)

Konzentration sank um 60 Prozent

Eine aktuelle Studie zeigt, dass die Konzentration der stabilen Fluor-Kohlenstoff-Bindungen (PFAS = per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen) im Körper von Pilotwalen (auch Grindwale genannt) im Nordatlantik seit ihrem Höchststand (2011) um rund 60 Prozent gesunken ist.

Alltags- und Industrieprodukte

Die extrem stabilen Fluor-Kohlenstoff-Bindungen kamen in den späten 1940er-Jahren als Alltags- und Industrieprodukte zum Einsatz, etwa in Kosmetika, beschichteten Kochutensilien, Textilien, Löschschäumen oder elektronischen Geräten. Die Schadstoffe wurden Anfang der 2000er-Jahre verboten.
(Quellen: Polar Journal und spektrum.de)

Das PolarJournal meldet sich zurück

14.11.2025 (Antarktis, Artkis)

Das PolarJournal startet mit neuer Crew in die nächste Etappe

Fundierte Beiträge

Rosamaria und Heiner Kubny sowie Marcel Schütz möchten euch künftig erneut mit fundierten Beiträgen, Hintergrundanalysen und persönlichen Einblicken aus der Arktis und Antarktis begeistern.

Zusammenhänge besser verstehen

Die polaren Regionen stehen heute mehr denn je im Mittelpunkt von Wissenschaft, Politik und öffentlicher Aufmerksamkeit. Mit großer Sorgfalt, Erfahrung und Leidenschaft begleitet die PolarJournal-Redaktion diese Entwicklungen – und möchten euch dabei helfen, die komplexen Zusammenhänge zwischen Natur, Forschung, Kultur und globalen Veränderungen besser zu verstehen.

Das neue Redaktionsteam vereint Fachwissen, Engagement und echte Begeisterung für die Welt der Extreme – und führt damit die Tradition von PolarJournal fort, euch verlässlich und kompetent über eine der faszinierendsten Regionen unseres Planeten zu informieren.

Gründungsmitglieder sind wieder dabei

Im Jahr 2019 gehörten die Kubnys zu den Gründungsmitgliedern der heutigen Onlineplattform PolarJournal.

27. Februar: Tag des Eisbären

27.02.2025 (Artkis)

Zum Tag des Eisbären gibt es heute einen kleinen Überblick, wo man (außer im Zoo) Eisbären beobachten kann.

Eisbären in der russischen Hocharktis
(Foto: Frank Blache)

Bärenkinderstube

Insgesamt leben 20.000 bis 30.000 Eisbären in der Arktis. Bekannte Eisbären-Orte sind Churchill und Spitzbergen.

Weniger bekannt ist die in der Tschuktschensee gelegene Insel Wrangel. Hier leben 3.000 Eisbären. Man nennt die Insel auch „Bärenkinderstube“, da sie den Weibchen mit ihren vielen Höhlen einen guten Unterschlupf bietet.

Wrangel Island gehört zum UNESCO-Weltnaturerbe und ist sowohl ein Naturschutzgebiet als auch ein Forschungsort für Eisbärenbiologen.
(Quelle: Polar Journal)