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Weniger Kaiserpinguine und Seebären

10.04.2026 (Antarktis)

Sowohl der Bestand an Kaiserpinguinen als auch an Seebären schrumpft in der Antarktis.

Kaiserpinguine

Kaiserpinguine in der Antarktis (Foto: Frank Blache)

Infolge des Klimawandels geht es beiden Tierarten immer schlechter. Die Weltnaturschutzunion (IUCN) stuft den Kaiserpinguin inzwischen als stark gefährdet ein.

Bis 2080 wir sich Bestand halbiert haben

Von 2009 bis 2018 ist der Bestand der Vögel um zehn Prozent zurückgegangen. Man geht derzeit von 180.000 Pinguinen aus. Laut Einschätzung der IUCN wird es bis zum Jahr 2080 nur noch halb so viele Kaiserpinguine geben wie heute.

„Der Hauptgrund dafür ist das frühe Aufbrechen und der Verlust des Meereises, das seit 2016 Rekordtiefstände erreicht hat“, erklärt die IUCN.

In der Mauserzeit nicht schwimmfähig

Das Meereis ist der Lebensraum der Pinguin-Küken. Erwachsene Tiere halten sich während der Mauserzeit auf dem Eis auf, wenn sich das neue Gefieder bildet. In dieser Zeit können die Tiere ein bis zwei Wochen nicht schwimmen.

Wenn das Eis zu früh bricht, stürzen die Küken ins Meer und ertrinken.

Antarktische Seebär

Auch der Antarktische Seebär ist stark gefährdet. Seine Population hat sich zwischen 1999 und 2025 mehr als halbiert. Es leben schätzungsweise noch 944.000 Tiere in der Antarktis.

Die Schrumpfung des Bestands wird unter anderem darauf zurückgeführt, dass der Krill (die Hauptnahrung der jungen Seebären) bei den immer weiter steigenden Meerestemperaturen auf der Suche nach Nahrung immer tiefer tauchen und damit nur schwierig für die Jungtiere erreichbar sind.
(Quelle: Augsburger Allgemeine vom 10. April 2026)

Weniger Giftstoffe in Grindwalen

08.02.2026 (Artkis)

Wie man unter anderem im Polar Journal erfahren kann, nimmt die Belastung der Ozeane mit sogenannten „Ewigkeitschemikalien“ offenbar ab.

Junger Grindwal
(Foto: Frank Blache)

Konzentration sank um 60 Prozent

Eine aktuelle Studie zeigt, dass die Konzentration der stabilen Fluor-Kohlenstoff-Bindungen (PFAS = per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen) im Körper von Pilotwalen (auch Grindwale genannt) im Nordatlantik seit ihrem Höchststand (2011) um rund 60 Prozent gesunken ist.

Alltags- und Industrieprodukte

Die extrem stabilen Fluor-Kohlenstoff-Bindungen kamen in den späten 1940er-Jahren als Alltags- und Industrieprodukte zum Einsatz, etwa in Kosmetika, beschichteten Kochutensilien, Textilien, Löschschäumen oder elektronischen Geräten. Die Schadstoffe wurden Anfang der 2000er-Jahre verboten.
(Quellen: Polar Journal und spektrum.de)

Pinguine brüten am Südpol früher

24.01.2026 (Antarktis)

Die Antarktis gehört zu den sich am schnellsten erwärmenden Regionen der Erde.

Eselspinguin
(Foto: Frank Blache)

Manche Pinguinarten passen sich an und brüten früher als noch vor zehn Jahren.

Brutbeginn bis zu 13 Tage früher

Zu den in einer Studie erforschten Arten gehören Adélie-, Zügel- und Eselspinguine. Die Vorverlegung des Brutbeginns lag bei zehn bis 13 Tagen.
(Quelle und weitere Infos im Polar Journal)

Packeis-Orcas jagen mit Taktik und Tempo

16.11.2025 (Antarktis)

„Orcas der Antarktis – Jägerinnen im Eis“: So lautet der Titel einer aktuellen Doku im ZDF, die man in der Mediathek anschauen kann.

Orcas
(Foto: Rüdiger Hengl)

Der Film handelt von den sogenannten Packeis-Orcas, die bis acht Meter lang werden können.

Weniger Eisschollen = kaum Beute

Weil das Packeis schwindet, wird die Jagd für die Schwertwale (wie Orcas auch genannt werden) immer schwieriger. Denn sie haben es in der Antarktis auf Robben abgesehen, die sich auf Eisschollen ausruhen. Diese schwemmen sie mit aufwendigen Wellen-Manövern (dem sogenannten Wave Washing) von der Eisscholle herunter.

Sind jedoch keine Eisschollen da, läuft diese Jagdtechnik ins Leere.

Mehr erfahrt ihr hier: Packeis-Orcas jagen mit Taktik und Tempo